Rechengang

Lohnsteuer 2026

Gehaltserhöhung-Rechner

Wie viel kommt von der Gehaltserhöhung wirklich an? Bisheriges Gehalt und Erhöhung eingeben – der Rechner zeigt das Netto-Plus pro Monat und Jahr, wie viel von 100 € brutto übrig bleiben und wohin der Rest geht. Oder umgekehrt: welche Erhöhung Sie für ein bestimmtes Netto-Plus fordern müssen.

€
%
Weitere Angaben (Bundesland, Krankenkasse)
%

Mehr netto pro Monat

Berechnung nach dem Lohnsteuer-Programmablaufplan 2026 für gesetzlich Versicherte, monatlich, ohne Freibeträge. Bei mehreren Kindern unter 25 sinkt der Pflegeversicherungsbeitrag.

So viel bleibt von der Gehaltserhöhung

Auf eine Gehaltserhöhung wirkt nicht der durchschnittliche Steuersatz, sondern der Grenzsteuersatz – also der Satz, mit dem der nächste verdiente Euro besteuert wird. Dazu kommen Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung von zusammen gut 21 %. Bei mittleren Gehältern bleibt deshalb oft nur gut die Hälfte der Erhöhung übrig. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen fallen keine weiteren Sozialabgaben an und der Anteil steigt wieder.

5 % Gehaltserhöhung: Netto-Plus nach Gehalt

Brutto bisherBrutto neuNetto-Plus im Monatvon 100 € brutto bleiben
2.500 €2.625 €+ 71,97 €58 €
3.000 €3.150 €+ 84,37 €56 €
3.500 €3.675 €+ 96,10 €55 €
4.000 €4.200 €+ 107,09 €54 €
4.500 €4.725 €+ 117,38 €52 €
5.000 €5.250 €+ 127,04 €51 €
6.000 €6.300 €+ 164,95 €55 €
7.000 €7.350 €+ 180,57 €52 €
8.000 €8.400 €+ 187,14 €47 €
10.000 €10.500 €+ 265,01 €53 €

Steuerklasse I, kinderlos, ohne Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,9 %, Lohnsteuer 2026.

Gehaltserhöhung nach Steuerklasse

Gleiche Erhöhung, unterschiedliches Ergebnis: 3.500 € brutto plus 5 % (175 €) im Monat.

SteuerklasseNetto vorherNetto nachherNetto-Plus
I (ledig)2.333,25 €2.429,35 €+ 96,10 €
II (alleinerziehend)2.433,50 €2.531,60 €+ 98,10 €
III (verheiratet, Partner V oder ohne Lohn)2.628,59 €2.735,18 €+ 106,59 €
IV (verheiratet, ähnlich viel)2.333,25 €2.429,35 €+ 96,10 €
V (verheiratet, Partner III)1.959,42 €2.039,35 €+ 79,93 €
VI (Zweitjob)1.916,42 €1.995,43 €+ 79,01 €

Mehr netto ohne Gehaltserhöhung

Statt mehr Brutto können Arbeitgeber steuerfreie oder pauschal versteuerte Extras zahlen. Sie kommen ganz oder fast ganz netto an:

Tipps für die Gehaltsverhandlung

Häufige Fragen

Wie viel bleibt von einer Gehaltserhöhung netto?

Meist etwa die Hälfte, je nach Gehalt und Steuerklasse. Bei 3.500 € brutto und 5 % mehr (175 €) bleiben in Steuerklasse I rund 96,10 € netto im Monat – von 100 € brutto mehr also etwa 55 €. Der Rest geht an Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und die Sozialversicherung.

Kann ich nach einer Gehaltserhöhung weniger netto haben?

Nein. Der Steuertarif ist so aufgebaut, dass nur der zusätzliche Euro mit dem höheren Steuersatz belastet wird – das Netto steigt also immer, nur langsamer als das Brutto. Weniger Geld insgesamt ist nur möglich, wenn durch das höhere Einkommen Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag wegfallen oder ein Minijob über die Grenze von 603 € rutscht.

Warum steigt mein Netto weniger als mein Brutto?

Weil auf jeden zusätzlichen Euro der Grenzsteuersatz fällt, der höher ist als der durchschnittliche Steuersatz. Dazu kommen rund 21 % Sozialabgaben. Erst oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen (2026: 5.812,50 € in der Kranken- und Pflegeversicherung, 8.450 € in der Renten- und Arbeitslosenversicherung) fallen auf die Erhöhung keine weiteren Beiträge an – dann bleibt prozentual mehr übrig.

Wie viel Gehaltserhöhung kann ich verlangen?

Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht – außer über Tarifverträge oder den Mindestlohn (13,90 € pro Stunde). Im selben Job sind Erhöhungen von etwa 3 bis 5 % verbreitet, bei mehr Verantwortung oder einem Jobwechsel oft deutlich mehr. Mit dem Modus „Wunsch-Netto“ sehen Sie, wie viel brutto Sie fordern müssen, damit am Ende ein bestimmter Betrag mehr auf dem Konto ankommt.

Was ist besser: Gehaltserhöhung oder steuerfreie Extras?

Für das gleiche Netto oft die Extras. Ein steuerfreier Sachbezug von 50 € im Monat (z. B. eine Gutscheinkarte) kommt voll an. Damit bei 3.500 € brutto in Steuerklasse I 50 € mehr netto übrig bleiben, müsste das Gehalt dagegen um rund 91 € brutto steigen. Für den Arbeitgeber ist das Extra außerdem günstiger, weil keine Arbeitgeberbeiträge anfallen.